Grand-Slam-Turnier

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Für einen Tennissportler gibt es im Profibereich nichts Wichtigeres, als einmal ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Für einen Tennisspieler ist dies gleichzusetzen, wie wenn ein Fußballspieler die Champions League gewinnt. Nicht jedes bedeutende Tennisturnier kann sich Grand-Slam-Turnier nennen, es gibt derer nur vier Stück. Es handelt sich dabei um die offenen Meisterschaften von Australien, Frankreich, England und den USA. Dass man dazu gerade diese Turniere auserkoren hat, liegt daran, dass man bei der Einführung der Grand-Slam-Turniere im Jahre 1933 eben jene Länder für die bedeutendsten Tennis-Nationen hielt. Zu diesem Zeitpunkt waren diese vier Länder die einzigen, die bisher den Davis Cup gewinnen konnten, der bis heute noch immer wichtigste Wettbewerb, den es für Nationalmannschaften im Tennis gibt.

Bedeutung des Turniers für Tennisspieler

Warum aber ist der Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier für die Tennisspieler so bedeutend? Um dies zu verstehen, muss man in die Geschichte zurückgehen bis zur Entstehung des Grand Slam. Zugrunde gelegt wurde das Vorhaben des australischen Tennisspielers Jack Crawford, der innerhalb eines Jahres die bedeutendsten Tennisturniere der Welt gewinnen wollte.

Dieses große Vorhaben benötigte einen entsprechenden Namen und so wurde seitens eines amerikanischen Journalisten der Begriff des Grand Slam geboren. Diesen Namen hatte sich der Journalist aus dem Kartenspiel Bridge geliehen. Hier bezeichnet man den Gewinn aller Stiche durch eine Partei ebenfalls als Grand Slam. John Kiernan – so hieß der Journalist – wollte damit die Leistung hervorheben, die für das Vorhaben des Tennisspielers Jack Crawford notwendig war. Crawford konnte sein Vorhaben jedoch nie in die Tat umsetzen.

Besonderheiten des Grand-Slam-Turniers

Erst im Jahre 1938 gelang es dem US-Amerikaner Don Budge, den Grand Slam innerhalb eines Jahres zu gewinnen. Überhaupt ist dieses Kunststück bisher nur ganz wenigen Spielern und Spielerinnen gelungen. Das liegt unter anderem auch daran, dass jedes einzelne Grand-Slam-Turnier für sich gesehen, etwas ganz Besonderes darstellt. Auch der Umstand, dass auf verschiedenen Belägen gespielt wird, macht den Gewinn aller vier Turniere nicht gerade einfacher.

Es gibt zwar noch ein paar Spieler mehr, die bereits alle Grand-Slam-Turniere gewonnen haben, allerdings gelang ihnen dies nie innerhalb eines Jahres. Eine ganz besondere Leistung gelang bisher nur einer einzigen Spielerin, der deutschen Steffi Graf. Sie gewann 1988 innerhalb eines Jahres nicht nur die vier Grand-Slam-Turniere, sondern sicherte sich obendrein noch die olympische Goldmedaille im Tennis, ihr gelang somit ein Golden Slam.