Jedes Jahr aufs Neue messen sich über 100 Tennis-Nationalmannschaften in einem Wettbewerb, um die beste Mannschaft im Herrentennis zu ermitteln. Dieser Wettbewerb ist der Davis Cup. Für das Damentennis gibt es einen ähnlichen Wettbewerb, welcher den Namen Fed Cup trägt. Die Nationalteams der teilnehmenden Länder spielen in verschiedenen Gruppen und Runden gegeneinander und zwar nach dem KO-System. Die Gewinner kommen jeweils eine Runde weiter, bis am Ende nur noch zwei Länder übrig sind. Eine Begegnung im Davis Cup findet immer an drei Tagen statt und besteht aus vier Einzelspielen und einem Doppel. Jedes einzelne Spiel wird nach dem Modus Best of Five gespielt, also über drei Gewinnsätze. Meist wird von dieser Regel in beiderseitigem Einvernehmen abgewichen, wenn nach dem zweiten Tag, an dem das Doppel stattgefunden hat, bereits eine Mannschaft als Sieger feststeht. Dann werden am dritten Tag zwar noch die beiden Schlusseinzel gespielt, allerdings verkürzt man diese dann meist auf zwei Gewinnsätze.
Regeln beim Davis-Cup
Um den Davis Cup in seiner Bedeutung hervorzuheben, gibt es in Bezug auf die Wertung in den Sätzen einen Unterschied zu herkömmlichen Tennisbegegnungen. Damit ein Tennisspiel nicht unendlich lang dauert, wurde 1970 die Tiebreak-Regel eingeführt. Sie wird immer in einem Satz beim Stand von sechs zu sechs eingeführt.
Beim Davis Cup wird diese Regel zwar auch angewendet, allerdings entfällt diese im Entscheidungssatz. Hier wird nach alten Regeln gespielt und gezählt. Damit muss der Spieler oder das Doppel zum Gewinn des Satzes mit wenigstens zwei Spielen Vorsprung den Satz für sich entscheiden. Seinen Namen hat der Davis Cup von Dwight Filley Davis, der auch das Konzept des Wettbewerbes entwickelt hat. Allerdings wurde der Wettbewerb erst nach dem Tod von Davis nach ihm benannt. Bis zu diesem Zeitpunkt hieß der Davis Cup noch „International Lawn Tennis Challenge“. Die meisten Titel konnten bisher die USA gewinnen gefolgt von den Australiern.
